TIROLER Geschichte
Erster Statutenentwurf
„Seine k.k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 5. September 1821 die Errichtung einer Feuer-Assekuranz-Anstalt für Tirol in der Eigenschaft eines freiwilligen privatgesellschaftlichen Vereines ... allergnädigst bewilliget, und ... die anliegenden Statuten dieser Anstalt zu genehmigen geruhet.“
Veröffentlichung der Statuten
Veröffentlichung der Statuten der „Feuer-Versicherungs-Anstalt für Tirol, als ein Privat-Verein, unter Leitung der Stände von Tirol“.
Da die Anstalt keinerlei Gewinn beabsichtigt, beruht sie auf dem Grundsatz der Wechselseitigkeit.
Die Grundzüge der Statuten waren:
- Die Anstalt erstreckt sich auf Alt-Tirol (inkl. Trentino) und Vorarlberg.
- Sie ist eine Privatanstalt unter Leitung der Stände.
- Der Ein- und Austritt steht jedermann frei.
- Gegenstand der Versicherung können nur Gebäude sein.
Aufnahme des Geschäftsbetriebs und Großbrand in Lienz
Bei einem Großbrand am 16. April werden in Lienz 72 Gebäude, darunter 39 Wohnhäuser, zerstört. Nicht einmal zwei Monate zuvor hatte die TIROLER ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Schadenssumme von 67.121 Gulden war für die junge Versicherung ein harter Schicksalsschlag. Das weitere Bestehen stand auf der Kippe.
Ausweitung der Tätigkeit auf Liechtenstein
Die Situation des durch den Großbrand 1825 in Lienz angeschlagenen Unternehmens bessert sich erst mit der Ausdehnung seiner Tätigkeit auf das mit der Monarchie staatsrechtlich und wirtschaftlich eng verbundene Fürstentum.
Brände in 12 Dörfern Welschtirols
Betroffen sind: Darzo, Bedol, Vigo, Madice, Trient, Godenzo, Selemo, Roncio, Lafez, Rivò, Montès, Spormaggiore.
Schrecklicher Dorfbrand in Steinach
In der Nacht vom 16. auf den 17. Jänner 1853, wütete in Steinach am Brenner ein schrecklicher Dorfbrand, durch den 54 Wohnhäuser und eine Reihe von Wirtschaftsgebäuden ganz oder teilweise zerstört wurden. Von den 54 Geschädigten waren 46 (!) bei der TIROLER versichert. Diese leistete 112.665 Goldkronen Entschädigung für den Wiederaufbau.
Mobilien-Brandversicherung
Durch die Gründung der "Tirolisch-Vorarlbergisch Wechselseitigen Mobilien-Brandschaden-Versicherungsanstalt" gilt eine Haftung im Sinne heutiger Vollwertversicherungen.
Die inzwischen geschaffenen drei Gefahrenklassen werden auf fünf erhöht.
Mehrere Großbrände in Nord- und Osttirol
1880| Bei einem Großbrand in Nauders werden 132 Gebäude zerstört.
1897| Die Osttiroler Gemeinde Matrei wird weitgehend zerstört.
1908| Großbrand in Zirl. Die schreckliche Brandkatastrophe vom 21. Juni fordert neun Todesopfer und zerstört 160 Gebäude.
Hauptamtlicher Direktor
Die Reihe der Direktoren eröffnet Karl Ritter von Attlmayr (1913 – 1916). Ihm ist die Einführung wesentlicher Neuerungen und Betriebsverbesserungen trotz schwerer Zeiten zu verdanken.
Abtrennung Süd- und Welschtirols
Nach dem 1. Weltkrieg verliert die TIROLER ihre Mitglieder in Südtirol und Trentino (mehr als die Hälfte aller Kunden), weil der eigentliche Privatverein aufgrund der Bezeichnung „Landesversicherung“ völkerrechtlich als öffentliches Gut angesehen wird.
Loslösung Vorarlbergs
Der Versicherungsbestand in Vorarlberg wird an die neu gegründete selbstständige Vorarlberger Feuerversicherung übertragen.
Gründung der Tiroler Landeskommission für Brandverhütung
Auf Initiative der Tiroler Landes-Brandschaden-Versicherungs-Anstalt wird die „Landesbrandverhütung“ ins Leben gerufen.
Neuer Hauptsitz der TIROLER
Erwerb des Hauses in der Wilhelm-Greil-Straße 10 in Innsbruck.
Hauptsitz der TIROLER bis heute.
Großbrände in Serfaus und Kitzbühel
1942| Punkt Mitternacht vom 15. auf den 16. September 1942 schlug der spätere Mesner Hermann Althaler als Neunjähriger hektisch die Glocken der Serfauser Dorfkirche: Feuer! Kurz darauf bot sich ein Bild des Grauens. 16 Haushalte mit 89 Personen verloren im Flammenmeer ihr Hab und Gut.
1959| Vielen Kitzbühlern ist die "Schreckensnacht" vom 2. auf den 3. April 1959, in der 280 Feuerwehrmänner im Einsatz waren, noch in lebhafter Erinnerung.
Einführung der Beitragsrückerstattung („Bonus“)
Jeder Versicherungsnehmer erhält seitdem bei entsprechender Vertragsgestaltung einen Prämiennachlass von zehn Prozent.
Kontinuierliche Ausweitung des Angebots
Das Angebot wird durch die Versicherungen gegen Einbruchdiebstahl, Gebäude-Leitungswasserschaden und Glasbruchschaden, v.a. aber durch Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen sowie eine selbstständige Haushaltsversicherung, Kraftfahrzeuge-, Maschinenbruch-, Reiseeffekten-, Kühlgut- und Elektrogeräteversicherungen erweitert. Einführung der Bündelversicherungen.
Satzungsänderung „Tiroler Landesversicherung V.a.G.“
Konstituierung der Mitgliedervertretung als oberstes Organ. Das höchste Gremium trifft die strategischen Entscheidungen und bestimmt letztlich, wie die Gewinne eingesetzt werden. Es setzt sich aus 30 Personen aus dem Kundenkreis der TIROLER zusammen. Die Vertreter stammen aus allen Landesteilen und aus den verschiedensten Gesellschaftsgruppen.
Personenversicherung
Nach langer Vorbereitungsphase erfolgt mit der klassischen Lebensversicherung der Einstieg in diesen Geschäftszweig.
Neue Marketinglinie
Der einzige eigenständige Universalversicherer im Land startet als TIROLER VERSICHERUNG mit neuem Logo und einer vielbeachteten Werbelinie in eine neue Zukunft.
Tirolissimo
Die TIROLER erhält den Werbepreis Tirolissimo für die beste PR-Kampagne. Vorstand Dr. Walter Schieferer, Ursula Peer, Marketingleiter Martin Reiter und Barbara Buchegger (v.r.n.l.) nehmen den Preis entgegen.
Zwei weitere Auszeichnungen folgen 2006 und 2007 in den Kategorien "Beste PR-Kampagne" & "Beste Berichterstattung".
Jahrhundertkatastrophe
Die größte Hochwasserkatastrophe in der Nordtiroler Geschichte - Gesamtschaden: 500 Millionen Euro.
Rückkehr nach Südtirol
Die TIROLER VERSICHERUNG eröffnet in Bozen eine Landesdirektion für Südtirol und ist somit nach 87 Jahren wieder in ihrem einstigen Stammmarkt vertreten.
Weltmeister
Erfolgreiche TIROLER Sponsoringpartner: Manfred Pranger wird Slalomweltmeister, Carina Wasle Weltmeisterin im Wintertriathlon, Andi Kapfinger gewinnt Bronze bei den Paralympics, Lisa Agerer feiert ihr Weltcupdebüt.




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