TIROLER Geschichte

  • Erster Statutenentwurf
  • Veröffentlichung der Statuten
  • Aufnahme des Geschäftsbetriebs und Großbrand in Lienz
  • Ausweitung der Tätigkeit auf Liechtenstein
  • Brände in 12 Dörfern Welschtirols
  • Mobilien-Brandversicherung
  • Großbrand in Zirl 1908
  • Hauptamtlicher Direktor
  • Abtrennung Süd- und Welschtirols
  • Loslösung Vorarlbergs
  • Gründung der Tiroler Landeskommission für Brandverhütung
  • Büro in der Zentrale der TIROLER in Innsbruck
  • Großbrand in Serfaus
  • Einführung der Beitragsrückerstattung („Bonus“)
  • Kontinuierliche Ausweitung des Angebots
  • Konstituierung der Mitgliedervertretung 1981
  • Personenversicherung
  • Neues Logo der TIROLER 1998
  • Tirolissimo 2004
  • Jahrhundertkatastrophe
  • Rückkehr nach Südtirol
  • Slalomweltmeister Manfred Pranger
1821
Erster Statutenentwurf

„Seine k.k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 5. September 1821 die Errichtung einer Feuer-Assekuranz-Anstalt für Tirol in der Eigenschaft eines freiwilligen privatgesellschaftlichen Vereines ... allergnädigst bewilliget, und ... die anliegenden Statuten dieser Anstalt zu genehmigen geruhet.“

1823
Veröffentlichung der Statuten

Veröffentlichung der Statuten der „Feuer-Versicherungs-Anstalt für Tirol, als ein Privat-Verein, unter Leitung der Stände von Tirol“.

Da die Anstalt keinerlei Gewinn beabsichtigt, beruht sie auf dem Grundsatz der Wechselseitigkeit.
Die Grundzüge der Statuten waren:

  • Die Anstalt erstreckt sich auf Alt-Tirol (inkl. Trentino) und Vorarlberg.
  • Sie ist eine Privatanstalt unter Leitung der Stände.
  • Der Ein- und Austritt steht jedermann frei.
  • Gegenstand der Versicherung können nur Gebäude sein.
1825
Aufnahme des Geschäftsbetriebs und Großbrand in Lienz

Bei einem Großbrand am 16. April werden in Lienz 72 Gebäude, darunter 39 Wohnhäuser, zerstört. Nicht einmal zwei Monate zuvor hatte die TIROLER ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Schadenssumme von 67.121 Gulden war für die junge Versicherung ein harter Schicksalsschlag. Das weitere Bestehen stand auf der Kippe.

1829
Ausweitung der Tätigkeit auf Liechtenstein

Die Situation des durch den Großbrand 1825 in Lienz angeschlagenen Unternehmens bessert sich erst mit der Ausdehnung seiner Tätigkeit auf das mit der Monarchie staatsrechtlich und wirtschaftlich eng verbundene Fürstentum.

1847
Brände in 12 Dörfern Welschtirols

Betroffen sind: Darzo, Bedol, Vigo, Madice, Trient, Godenzo, Selemo, Roncio, Lafez, Rivò, Montès, Spormaggiore.

1875
Mobilien-Brandversicherung

Durch die Gründung der "Tirolisch-Vorarlbergisch Wechselseitigen Mobilien-Brandschaden-Versicherungsanstalt" gilt eine Haftung im Sinne heutiger Vollwertversicherungen.

Die inzwischen geschaffenen drei Gefahrenklassen werden auf fünf erhöht.

1880-1908
Mehrere Großbrände in Nord- und Osttirol

1880| Bei einem Großbrand in Nauders werden 132 Gebäude zerstört.

1897| Die Osttiroler Gemeinde Matrei wird weitgehend zerstört.

1908| Großbrand in Zirl. Die schreckliche Brandkatastrophe vom 21. Juni fordert neun Todesopfer und zerstört 160 Gebäude.

1913
Hauptamtlicher Direktor

Die Reihe der Direktoren eröffnet Karl Ritter von Attlmayr (1913 – 1916). Ihm ist die Einführung wesentlicher Neuerungen und Betriebsverbesserungen trotz schwerer Zeiten zu verdanken.

1919 - 1920
Abtrennung Süd- und Welschtirols

Nach dem 1. Weltkrieg verliert die TIROLER ihre Mitglieder in Südtirol und Trentino (mehr als die Hälfte aller Kunden), weil der eigentliche Privatverein aufgrund der Bezeichnung „Landesversicherung“ völkerrechtlich als öffentliches Gut angesehen wird.

1927
Loslösung Vorarlbergs

Der Versicherungsbestand in Vorarlberg wird an die neu gegründete selbstständige Vorarlberger Feuerversicherung übertragen.

1930
Gründung der Tiroler Landeskommission für Brandverhütung

Auf Initiative der Tiroler Landes-Brandschaden-Versicherungs-Anstalt wird die „Landesbrandverhütung“ ins Leben gerufen.

1935
Neuer Hauptsitz der TIROLER

Erwerb des Hauses in der Wilhelm-Greil-Straße 10 in Innsbruck.

Hauptsitz der TIROLER bis heute.

1942 - 1959
Großbrände in Serfaus und Kitzbühel

1942| Punkt Mitternacht vom 15. auf den 16. September 1942 schlug der spätere Mesner Hermann Althaler als ­Neunjähriger hektisch die Glocken der Serfauser Dorfkirche: Feuer! Kurz darauf bot sich ein Bild des Grauens. 16 Haushalte mit 89 Personen verloren im Flammenmeer ihr Hab und Gut.

1959| Vielen Kitzbühlern ist die "Schreckensnacht" vom 2. auf den 3. April 1959, in der 280 Feuerwehrmänner im Einsatz waren, noch in lebhafter Erinnerung.

1959
Einführung der Beitragsrückerstattung („Bonus“)

Jeder Versicherungsnehmer erhält seitdem bei entsprechender Vertragsgestaltung einen Prämiennachlass von zehn Prozent.

1964 - 1971
Kontinuierliche Ausweitung des Angebots

Das Angebot wird durch die Versicherungen gegen Einbruchdiebstahl, Gebäude-Leitungswasserschaden und Glasbruchschaden, v.a. aber durch Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen sowie eine selbstständige Haushaltsversicherung, Kraftfahrzeuge-, Maschinenbruch-, Reiseeffekten-, Kühlgut- und Elektrogeräteversicherungen erweitert. Einführung der Bündelversicherungen.

1981
Satzungsänderung „Tiroler Landesversicherung V.a.G.“

Konstituierung der Mitgliedervertretung als oberstes Organ. Das höchste Gremium trifft die strategischen Entscheidungen und bestimmt letztlich, wie die Gewinne eingesetzt werden. Es setzt sich aus 30 Personen aus dem Kundenkreis der TIROLER zusammen. Die Vertreter stammen aus allen Landesteilen und aus den verschiedensten Gesellschaftsgruppen.

1982
Personenversicherung

Nach langer Vorbereitungsphase erfolgt mit der klassischen Lebensversicherung der Einstieg in diesen Geschäftszweig.

1998
Neue Marketinglinie

Der einzige eigenständige Universalversicherer im Land startet als TIROLER VERSICHERUNG mit neuem Logo und einer vielbeachteten Werbelinie in eine neue Zukunft.

2004
Tirolissimo

Die TIROLER erhält den Werbepreis Tirolissimo für die beste PR-Kampagne. Vorstand Dr. Walter Schieferer, Ursula Peer, Marketingleiter Martin Reiter und Barbara Buchegger (v.r.n.l.) nehmen den Preis entgegen.

Zwei weitere Auszeichnungen folgen 2006 und 2007 in den Kategorien "Beste PR-Kampagne" & "Beste Berichterstattung".

 

2005
Jahrhundertkatastrophe

Die größte Hochwasserkatastrophe in der Nordtiroler Geschichte - Gesamtschaden: 500 Millionen Euro.

2006
Rückkehr nach Südtirol

Die TIROLER VERSICHERUNG eröffnet in Bozen eine Landesdirektion für Südtirol und ist somit nach 87 Jahren wieder in ihrem einstigen Stammmarkt vertreten.

2009
Weltmeister

Erfolgreiche TIROLER Sponsoringpartner: Manfred Pranger wird Slalomweltmeister, Carina Wasle Weltmeisterin im Wintertriathlon, Andi Kapfinger gewinnt Bronze bei den Paralympics, Lisa Agerer feiert ihr Weltcupdebüt.