Gewalt gegen Frauen und Kinder und Ungleichbehandlung – gesellschaftliche Probleme, denen in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Bereits zum zweiten Mal setzt die TIROLER VERSICHERUNG mit der Initiative FrauTIROLER ein deutliches Zeichen. Insgesamt 31 Projekte, die genau hier ansetzen, werden unterstützt. Am 18. Februar wurden die Förderpreise feierlich übergeben.
Gegen Gewalt, für soziale Gerechtigkeit und gelebte Solidarität: Das ist das klare Bekenntnis der Initiative FrauTIROLER. Mit insgesamt 100.000 Euro unterstützt die TIROLER Projekte, die Frauen und Kinder schützen, stärken und ihnen neue Perspektiven eröffnen.
44 Projekte wurden eingereicht. Eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Expert*innen aus dem Sozialbereich, wählte daraus 32 aus, die in einem öffentlichen Online-Voting zur Abstimmung standen. Letztlich haben 31 Projekte eine Förderung erhalten.
„Die Vielzahl der Einreichungen zeigt klar, wie groß der Handlungsbedarf ist und wie dringend finanzielle Mittel benötigt werden, um Gewalt gegen Frauen und Kinder wirksam vorzubeugen. Die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich oft erst auf die schockierenden Einzelfälle. Doch das Problem entsteht viel früher: In Strukturen, Haltungen und einer Sprache, in der Gewalt und Diskriminierung in vielen Teilen der Gesellschaft noch immer bagatellisiert werden. Das sind die Brutkästen für all die schockierenden Taten. Daher unterstützen wir begeistert all das – vielfach ehrenamtliche – Engagement jener Menschen, die täglich mit Mut und hoher fachlicher Kompetenz daran arbeiten, diese Missstände zu verändern und Betroffenen konkret zu helfen“, betont TIROLER Vorstand Franz Mair.
Reger Zuspruch in der Bevölkerung
Auch die Bevölkerung setzte ein starkes Signal: Beim Online-Voting wurden mehr als 35.000 Stimmen abgegeben. Stimmberechtigt waren alle Personen mit Wohnsitz in Tirol, Südtirol oder dem Trentino – einmal täglich konnte abgestimmt werden.
Das Voting war mehr als eine Entscheidungsplattform: Es rückte jene ins Rampenlicht, die tagtäglich oft im Verborgenen Großes leisten. Vereine, Institutionen und engagierte Einzelpersonen, die mit Mut, Fachwissen und großem Einsatz gegen Gewalt und soziale Ungerechtigkeit arbeiten.
Beim Festakt würdigte Vorstandsdirektorin Isolde Stieg das Engagement der Projektverantwortlichen mit spürbarer Wertschätzung: „Sie schenken Frauen und Kindern in schwierigen Lebensphasen Schutz, Halt und neue Hoffnung. Was Sie leisten, geschieht oft leise, aber mit enormer Wirkung – und es verändert Leben nachhaltig. Dafür braucht es nicht nur Professionalität, sondern Herz, Mut und eine klare Haltung. Gewalt und soziale Ungerechtigkeit dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Umso dankbarer sind wir, dass wir Ihre wichtige Arbeit unterstützen dürfen, und zollen Ihnen unseren aufrichtigen Respekt.“
Die eingereichten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielschichtig sowohl die Probleme als auch die Lösungsansätze sind: Präventionsarbeit und psychologische Betreuung für Gewaltopfer, Unterstützung für Eltern mit schwer erkrankten Kindern, Begleitung von Kindern in familiären Krisensituationen. Kunst- und Bildungsprojekte, Integrationsinitiativen, Hilfe für Opfer von Gewalt, Workshops für Mädchen, und vieles mehr. Im Mittelpunkt stehen stets Frauen und Kinder – unabhängig von Alter, Herkunft, Religion oder sozialem Hintergrund. Menschen, die oftmals Unvorstellbares erlebt haben und dennoch den Mut finden, neue Wege zu gehen.
Die Initiative FrauTIROLER steht damit für ein gemeinsames Versprechen: nicht wegzusehen, sondern aktiv dazu beizutragen, dass Frauen und Kinder in unserer Region sicherer und gestärkt in ihre Zukunft schauen können.
Alle Projekte sind auch weiterhin auf frautiroler.info zu sehen.
Factbox
Die Fachjury
Andrea Laske, Leiterin des Gewaltschutzzentrums Tirol
Katharina Lhotta, Geschäftsführerin des Mädchenzentrums Aranea
Ernst Huber, Pädagoge, Lebens- und Sozialberater, Systemischer Berater bei der Männerberatung Mannsbilder
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Ablauf Einreichung, Voting & Jury
Im Rahmen der Initiative FrauTIROLER waren alle Bewohner*innen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino aufgefordert, Projekte einzureichen, die Frauen und Kinder stärken. Die Resonanz war beeindruckend: Über die Online-Plattform frautiroler.info langten 44 Projekte ein, 32 davon hat die Fachjury zur Online-Abstimmung freigegeben. Abstimmen konnten alle Menschen, die in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino leben – mehr als 35.000 Stimmen wurden abgegeben. 35.000 Stimmen für mehr Chancengerechtigkeit und gegen Gewalt. 100.000 Euro wurden insgesamt vergeben.