Klimawandel im Fokus: TIROLER startet Expertenreihe „Extremwetterfestes Tirol im Gespräch“

Die TIROLER VERSICHERUNG lud erstmals zum neuen Expertenformat „Extremwetterfestes Tirol im Gespräch“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Tirol seine Siedlungsräume, Häuser, Betriebe und Lebensgrundlagen wirksamer schützen kann.

„Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern spürbare Realität“, so TIROLER Vorstandsdirektorin Isolde Stieg. „Unsere Kundinnen und Kunden erleben die Folgen zunehmender Extremwetterereignisse immer deutlicher – durch Starkregen, Hagel, Sturm oder Hitzeperioden. Als Versicherer sehen wir sehr konkret, wo Risiken entstehen und wo Prävention wirkt. Wir wollen daher nicht erst im Schadenfall unterstützen, sondern bereits davor: mit Information, Bewusstseinsbildung und konkreten, praxistauglichen Lösungsansätzen. Genau dafür haben wir dieses Veranstaltungsformat ins Leben gerufen.“

Die Entwicklung ist eindeutig: Naturgefahren werden häufiger, intensiver und teurer. Damit wird vorausschauender Risikovermeidung zur elementaren Herausforderung: Durch Bewusstsein für wertvolle Böden und sorgsamen Umgang damit, klimaangepasstes Bauen, funktionierende (innerörtliche) Retentionsräume und Grünflächen und intakte Wälder. Unverbaute Böden sind CO₂- und Wasserspeicher, kühlende Landschaftselemente und natürliche Puffer gegen Überflutungen. Wer Boden schützt, schützt damit zugleich Klima, Sicherheit und Lebensqualität. Versiegelte Böden wiederherzustellen dauert Jahrhunderte. 

Für die TIROLER steht dabei die Vernetzung jener Menschen und Institutionen im Vordergrund, die den Handlungsbedarf erkannt haben und konkrete Schritte setzen wollen. „Wir können von Tirol aus nicht das Weltklima verändern“, sagt Vorstand Franz Mair. „Aber wir können entscheiden, wie widerstandsfähig wir unser Land, unsere Städte, Dörfer und Betriebe gegenüber den Folgen der Erderwärmung machen. Prävention ist kein Kostenfaktor, sondern Zukunftssicherung. Wenn wir jetzt vorausschauend handeln, erhalten wir Tirol lebenswert – für uns und künftige Generationen. Dazu können und müssen alle beitragen.“

Fachimpulse zu Klima, Boden und Elementarschadenprävention

Als Impulsgeber konnte die TIROLER drei ausgewiesene Experten gewinnen: den Meteorologen, Wissenschaftsjournalisten und „Klimajäger“ Andreas Jäger, Kurt Weinberger von der Österreichischen Hagelversicherung sowie Hans Starl von KAWUMMS Naturgefahrenmanagement.

Kurt Weinberger zeichnete dabei ein eindrückliches Bild der aktuellen Lage und warnte vor den langfristigen Folgen des anhaltend hohen Bodenverbrauchs: „Das Bewusstsein für den Wert von Boden ist viel zu gering. Wer Agrarflächen verbaut, entzieht sich langfristig selbst die Lebensgrundlage. Wir sägen an unserem eigenen Ast. Deshalb müssen wir endlich umdenken: weniger Flächen versiegeln, mehr in die Höhe oder Tiefe bauen, Leerstand sanieren und bereits verbaute Flächen besser nutzen – statt immer neue Grünflächen zu opfern.“

Konkrete Präventionsmaßnahmen

Einen differenzierten und zugleich lösungsorientierten Blick brachte Andreas Jäger ein. Er betonte, dass viele Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels bereits vorhanden seien, aber mehr öffentliche Aufmerksamkeit brauchen: „Immer wieder stoße ich auf großartige Projekte, die zeigen, dass es oft nicht viel braucht, um sich an den Klimawandel anzupassen oder ihn gar positiv zu nutzen. Sie müssen wir mehr in den Vordergrund rücken. Doch auch altes Wissen müssen wir wiederbeleben: Etwa wie wir mit längeren Trockenperioden umgehen. Die Mittel dafür kennen wir seit langem – jetzt gilt es, sie wieder anzuwenden.“

Ergänzend richtete Hans Starl den Fokus auf konkrete Präventionsmaßnahmen im Alltag und die Bedeutung eines bewussteren Umgangs mit Risiken. Dabei verwies er auch darauf, dass oft schon ein genauer Blick auf die eigene Umgebung wichtige Hinweise liefern kann: „Jede und jeder sollte wissen, welchen Risiken das eigene Zuhause ausgesetzt ist – und entsprechend vorsorgen. Wer etwa in einem Hagelrisikogebiet lebt, braucht bei der PV-Anlage hagelwiderstandfähige Produkte. Gleichzeitig haben wir verlernt, auf die Hinweise zu achten, die uns unsere Umgebung gibt: Straßennamen wie Bachgasse, Innrain oder Sillgasse erzählen oft eine klare Geschichte – nämlich, dass hier Wasser seinen Weg findet.“

Das neue Format „Extremwetterfestes Tirol im Gespräch“ soll künftig zweimal jährlich stattfinden. Ziel ist der Aufbau eines starken Netzwerks aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand, Gemeinden und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen nicht abstrakte Szenarien, sondern konkrete Antworten auf die Frage, wie Tirol unter veränderten klimatischen Bedingungen sicher, versicherbar und lebenswert bleiben kann.

Der besondere Anspruch: Am Ende jedes Abends stehen umsetzbare Handlungsempfehlungen – für Gemeinden, Betriebe, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ebenso wie für politische Entscheidungsträger. Denn Klimawandelanpassung beginnt nicht erst bei Großprojekten. Schon durch Entsiegelung, Begrünung, Rückhalteflächen, objektspezifische Gefahrenanalysen, robuste Baustoffe und kluge Eigenvorsorge lassen sich Schäden deutlich reduzieren.

Der Auftakt zeigte: Extremwetterfestigkeit ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für alle in Tirol. Die TIROLER will diesen Dialog weiterführen – faktenbasiert, lösungsorientiert und mit dem Anspruch, aus Wissen konkrete Vorsorge werden zu lassen.

Downloads:

Presseaussendung
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Bild
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Bild: Franz Mair (Vorstand TIROLER), Naturgefahrenspezialist Hans Starl, Isolde Stieg (Vorstand TIROLER) mit „Klimajäger“ Andreas Jäger und Kurt Weinberger (Vorstand Österreichische Hagelversicherung).

Fotonachweis: TIROLER/Rainer

Ihre TIROLER Ansprechpartnerin
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Mag. Sylvia Ainetter

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